![]()

Kihôn Happô und Yin Yang
von Kostas Kanakis - Bujinkan Shihan
| In unserem täglichen Training ist das Kihon Happo ein wichtiger Bestandteil für das erlernen Budo Taijutsu und es wird immer wieder auf seine Wichtigkeit hingewiesen.
verhält sich aber das Kihon Happo wenn wir andere Aspekte hinzufügen wie z.B. die des Yin und Yang ? Eines der beiden Schriftzeichen (Kanji) aus dem das Kihon Happo besteht ist das KI und bedeutet in diesem Zusammenhang "Basis, Grundlage". Der Energiezustand im Körper wird von japanischen Physiotherapeuten als Kyo und Jitsu bezeichnet (was fur ein Zufall mag man sich da fragen!), und ist dem Yin und Yang sehr ähnlich wobei das Kyo Yin und das Jitsu Yang ist. Ein ausgeglichener Energiezustand bedeutet auch ein ausgeglichenes Yin/Yang und dies führt dazu dass, Körper und Geist sich einem Zustand der Einheit befinden. Wenn der Energiezustand gestört ist, so sucht der Mediziner nach den Ursachen um diese zu bekämpfen. Im Studium des Budo Taijutsu verhält es sich ähnlich. Wenn man sein Training mit Freude bestreitet und eine positive Einstellung hat, wird sich auch der Geist und Körper kontinuierlich weiterentwickeln und man wird sich dadurch in einem ausgeglichenen Stadium des Trainings befinden. Wird das Training aber ohne Freude absolviert und ist dies unausgeglichen, dann muss man die Ursache bei den Wurzeln suchen. So kehrt man zur Basis zuruck (Sanshin und Kihon Happo) um diese wieder zu stärken und zu "kurieren", um somit das eigene Yin/Yang wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Durch den Fluss des universellen Qi durch die 12 Haupt-Meridiane wird der gesamte Körper mit der Lebensenergie ausgefüllt, welche den Menschen in einer Existenziellen Balance hält. Würden wir z.B. die Formen der Sanshin no Kata und des Kihon Happo als Energiezentren klassifizieren, so könnten wir jedem Haupt-Meridian eine Form zuordnen. Sanshin ( 3 ) x Kihon Happo ( 8 ) = 24 Formen Befinden sich alle Energiezentren (Sanshin no Kata und Kihon Happo) im Gleichgewicht so ist auch die Entwicklung in den Grundessenzen des Bujinkan Budo harmonisch, ausgeglichen und Anpassungsfähig. Das Yin Yang Qi verhält sich in der Gesamtheit wie ein Magnet mit seinen zwei Polen, wobei das eine ohne das andere nicht existent sein kann. Wenn wir nun diesen Aspekt auf unser Training übertragen und z.B. das Jiryoku (die Polarisation) als Ansatzpunkt nehmen so konnen wir (wie ein Magnet) anziehen oder abstoßen. Wir müssen aber diese beiden Gegensätze ins Gleichgewicht versetzen, damit der Rhythmus erhalten bleibt. So kann z.B. in einer Technik der Angriff und der Gegenangriff im gleichen Rhythmus ausgeführt werden so, dass beides fließend ineinander übergeht. Eben wie das Yin und Yang. Durch das Studium des Yin und Yang dringen wir in Bereiche vor, jenseits der Gegensätze. Danke Hatsumi Sensei!! ** Der Wind trägt die Lehren des Budo weiter und lässt sie wie Wasser durch die Generationen fließen ** BuFuSui Ikkan
|